Ich ging zurück und einige Straßen auf und ab. Endlich zog mich das
Verlangen wieder nach der Türe. Ich fand sie offen und eilte durch
den Gang die Treppe hinauf. Aber wie erstaunt war ich, als ich in dem
Zimmer ein paar Leute fand, welche Bettstroh verbrannten, und bei der
Flamme, die das ganze Zimmer erleuchtete, zwei nackte Körper auf dem
Tische ausgestreckt sah. Ich zog mich eilig zurück und stieß im
Hinausgehen auf ein paar Totengräber, die mich fragten, was ich suchte.
Ich zog den Degen, um sie mir vom Leibe zu halten, und kam nicht
unbewegt von diesem seltsamen Anblick nach Hause. Ich trank sogleich
drei bis vier Gläser Wein, ein Mittel gegen die pestilenzialischen
Einflüsse, das man in Deutschland sehr bewährt hält, und trat, nachdem
ich ausgeruhet, den andern Tag meine Reise nach Lothringen an.
Alle Mühe, die ich mir nach meiner Rückkunft gegeben, irgend etwas von
dieser Frau zu erfahren, war vergeblich. Ich ging sogar nach dem
Laden der zwei Engel; allein die Mietleute wußten nicht, wer vor ihnen
darin gesessen hatte.
Dieses Abenteuer begegnete mir mit einer Person vom geringen Stande,
aber ich versichere, daß ohne den unangenehmen Ausgang es eins der
reizendsten gewesen wäre, deren ich mich erinnere, und daß ich
niemals ohne Sehnsucht an das schöne Weibchen habe denken
können."
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